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Anmelderin der Ulmer “Spaziergänge” verharmlost den Holocaust

Am 26.01.2024 äußerte Yvonne N., die aktuelle Anmelderin der sogenannten Spaziergänge aus den Querdenken Milieu, geschichtsrevisionistische und Holocaust verharmlosende Aussagen in einem Livestream.

Leugnung Des Holocaustes?

Die Aussagen in dem Video stufen wir eindeutig als eine Verharmlosung des Holocaustes und Geschichtsrevisionismus ein. Es ist durchaus möglich, dass die Äußerung die Bilder des Konzentrationslagers Buchenwald seien von Alfred Hitchcock gefälscht, juristisch als Leugnung des Holocaustes bewertet werden könnte.

In dem kurzen Ausschnitt spielt Yvonne N. außerdem auf diverse weitere einschlägige verschwörungsideologische Inhalte an. Es wird impliziert, dass die Nationalsozialisten der NSDAP nicht rechts gewesen seien, da sie ja Sozialisten waren. Oder das es angeblich geheime Pläne zur Zerstörung aller Deutschen vor während oder nachdem zweiten Weltkrieg gab. Ebenfalls ein üblicher Inhalt sind die stark überhöhten Todeszahlen von Kriegsgefangenenlagern wie dem Rheinwiesenlager.

Schilder auf dem Spaziergang am 02.02.2024
Hintergrund und Entwicklung

Die sogenannten Spaziergänge laufen seit November 2021 regelmäßig, meistens an Freitagen durch Ulm. Zu Beginn waren dies unangemeldete Demonstrationen aus dem Querdenken Milieu gegen die Pandemiemaßnahmen und zogen regelmäßig mehrere hunderte, in ihrer Hochphase mehrere Tausende Personen an.

Die Zahl der Teilnehmenden ist seit Ende der Pandemie-Maßnhamen stark geschrumpft und spielt in der Stadtgesellschaft keine vergleichbare Rolle mehr. Ein Grundsätzlicher Wechsel fand auch damit statt, dass die “Spaziergänge” regulär als Demonstration angemeldet werden in Ulm. Extrem rechte Akteure waren in den letzten Jahren immer wieder präsent u.a. AfD, IB, Dritter Weg, NPD. Doch auch ohne diese eindeutigen extrem rechten Gruppen ist in Äußerungen, Redebeiträgen, Plakaten, Telegram Kanälen, … aus dem Querdenken Milieu in Ulm immer wieder eine hohe Überschneidung mit extrem rechten Standpunkten zu beobachten. In den letzten Monaten bleibt die Zahl an Teilnehmenden immer unter 100 Personen.

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